Frage Moin, Moin aus Argentinien!

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2 Wochen 15 Stunden her - 2 Wochen 14 Stunden her #1 von Chris_75
Moin, Moin aus Argentinien! wurde erstellt von Chris_75
Moin!

Ich bin neu in diesem Forum und wollte mich deshalb kurz vorstellen.
Ich heisse Christoph, bin (gerade noch) 49 Jahre alt und lebe seid 13 Jahren mit meiner argentinischen Frau Anabel auf einem kleinen Bauernhof im Nordwesten von Argentinien. Ich komme aus einem Dorf in der Nähe von Oldenburg und habe dort in den 90ern eine Lehre zum Elektromechaniker absolviert und ein paar Jahre später E-Technik in Jena studiert. Damals habe ich ein Auslandssemester und mein Diplom in Spanien gemacht und bin dann dort "hängen geblieben". Mehr oder weniger durch Zufall wurde ich zum E-Techniker auf der spanischen Antarktisforschungsstation "Juan Carlos I", den Job hab ich 10 Jahre lang gemacht und dabei Südamerika kennen gelernt und letztendlich meinen dauerhaften Wohnsitz von Spanien nach Argentinien verlegt.

Ich möchte mich hier schon bei euch allen entschuldigen, dass mein (technisches) Deutsch in manchen Bereichen etwas holpert. Das liegt nicht am Verlust der "Muddersprache" sonder schlicht daran, dass ich seid fast 25 Jahren bei den Latinos lebe und somit viele Dinge die ich heute mache und die mich heute interessieren nur in Spanisch kennen gelernt habe - das Fachvokabular inklusive. Ich werd mir Mühe geben, aber verzeiht mir bitte gelegentliche Ausrutscher. /media/kunena/emoticons/

Anabel und ich leben im Valle Calchaquí, in der Provinz Salta, in einem lang gezogenen Andental, eine Hochwüste mit Mikroklima: fast 360 Sonnentage und weniger als 150mm Regen im Jahr. Als geborener Norddeutscher kann man dieses Klima nur lieben oder öre definitiv zu der ersten Sorte Mensch, ich hatte genug Regen in meinem Leben. /media/kunena/emoticons/
Hier leben wir auf einem kleinen Hof, den wir als Hobby betreiben. Gemüsegarten, Hühner, Kaninchen, Schafe, Bienen, etc und Bier brauen zur minimalen Selbstversorgung. Ich arbeite als Selbstständiger im Bereich der Solarenergie (bietet sich an, bei 360 Sonnentagen), Anabel ist Keramikerin und gibt Töpfer- und Mosaikkurse. Die Gegend in der wir leben ist extrem ländlich, allerdings mittlerweile recht touristisch da wunderschön, wenn man Hochwüsten mag.

Jetzt zur Sache: ich war "früher" fanatischer Fahrradfahrer und Radreisender. Ich hab mir allen Ernstes mein erstes eigenes Fahrzeug im Alter von 36 Jahren in Argentinien gekauft. Das ist hier - bei den Distanzen, den wenigen Strassen und den Zustand der selbigen - allerdings auch Nötig und Fahrradfahren macht wirklich nicht so viel Spass. Für den Job brauch ich sowieso einen Pick-up.
Seid längerem reizt mich die Idee, diesen ohnehin vorhandenen Wagen auch als Camper nutzen zu können. Folglich habe ich meine Neuanschaffung, einen Toyota Hilux Single Cap 4x4 als Chassis gekauft - also von Werk her "hinten nackt", ohne nix. Diesen Toyota habe ich mit einer durchgehenden Ladefläche ausstatten lassen, mit klappbaren Seitenwänden und zwei Bügeln um lange Profilteile über dem Dach transportieren zu können. Wie ein kleiner LKW. Die Bügel und die Seitenwände können demontiert werden - es bleibt lediglich die glatte Ladefläche von 1,8 x 2,5m. 
Den Umbau hat mir eine Firma gemacht, das erschien mir einfacher da der gleiche Laden mir die Zulassung unterschreiben kann.

Das Projekt ist nun der Eigenbau einer abnehmbaren Wohnkabine für diesen Pickup. Ich hab da schon sehr konkrete Vorstellungen und bin gespannt, in wie weit ich die selbst verwirklicht bekomme. Platz, Werkzeug und einiges an handwerklicher Erfahrung ist vorhanden - in Argentinien ist eher die Materialbeschaffung und fehlende Expertise ein Problem. Vieles gibt es schlicht nicht oder ist unbezahlbar teuer, mal eben in Europa oder USA bestellen ist nicht drin (Entfernung, Kosten und eben nicht EU) und ausserdem ist es ja auch ein Problem Dinge zu verbauen, die man im Zweifelsfall nicht oder nur extrem schwer wieder beschaffen kann. Also soll der Aufbau mit, nicht streng lokal, aber zumindest in Argentinien zu bekommenden Materialien und Aufbauteilen erfolgen. Das bringt dann bestimmte Einschränkungen und Kompromisse im Bereich "high-tech" und Materialauswahl mit sich.
Die momentane Idee ist Sandwichbauweise (falls bezahlbar, hab noch keinen konkreten Kostenvoranschlag für die Platten) mit einem geschweissten Aussengestell aus 1,2 oder 1,5mm Winkelblech. Auf jeden Fall die Kabine so niedrig wie möglich ausfallen, mit Minialkoven und Aufstelldach (Schanier über Fahrerkabine).
Geplante Ausstattung: 12V Solar-System (ohne Inverter, alles über USB-C), Kühlbox, ausziehbares Alkovenbett für 2 Personen, Sitzecke, kleines Waschbecken, Küchenbox, Aussendusche.

Das ganze ist recht ambitioniert, allerdings ist hier der "Weg das Ziel". Es ist weder nötig noch geplant als Erstlingswerk eine Meisterstück im Wohnkabinenbau ab zu liefern. Ich will einfach mal ein paar neue Sachen ausprobieren und als Endresultat hätte ich gerne ein rollendes Luxus-Zelt, mit Strom, Kühlschrank, BETT und Klo. Das ganze so geländetauglich wie eben noch möglich, aber ohne zu übertreiben und der Umbau vom "Arbeitswagen" zum Camper muss in 1-2 Stunden möglich sein, damit Wochenendausflüge ohne Probleme drin sind. Ich hab nicht vor, mit dem Wagen nach Europa zu kommen - das Einsatzgebiet ist Argentinien, Bolivien, Chile, Brasilien, etc - rund um die Haustür eben. Damit bin ich auch flexibler was Normen usw angeht.

Wenn das Projekt weiter fortgeschritten ist, kann ich es gerne ausführlicher vor- und vor allem zur Diskussion stellen. Fragen werde ich sowieso haben. /media/kunena/emoticons/

Falls jemand in Argentinien unterwegs ist und den Post liest: schreibt mir ne PM und kommt vorbei. Kein Problem. Ich kann sicherlich einige Tipps geben, was es sich lohnt hier in der Ecke an zu fahren.

Liebe Grüsse aus San Carlos,
Christoph
 
Letzte Änderung: 2 Wochen 14 Stunden her von Chris_75.
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2 Wochen 15 Stunden her #2 von holger4x4
holger4x4 antwortete auf Moin, Moin aus Argentinien!
Hi und willkommen im Forum!
Wenn du Sandwichplatten in Argentinien zum vernünftigen preis bekommen kannst, ist das eine gute Wahl. Ich würde aber keinen geschweißten Rahmen drum machen, sondern mit GFK Eckwinkeln verkleben. Als Stützen würden sich Rieco Titan anbieten, wenn du die bekommen kannst. Kannst du die Kabine an den Ladebordwand Befestigungen fixieren? Das wäre am einfachsten. Kabine absetzen sollte nicht länger als 20min dauern.

Gruß, Holger
Iveco Daily / Jeep Renegade 4xe
Meine Wohnkabinen sind verkauft, der Pickup auch. Das aktuelle Mobil kann hier besichtigt werden.

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2 Wochen 15 Stunden her #3 von BiMobil
BiMobil antwortete auf Moin, Moin aus Argentinien!
Hallo Christoph

Das ist ja mal eine Vorstellung , Danke dafür und Willkommen im Forum .

Du schreibst du willst mit Sandwich bauen .
Welche Deckschichten gibts bei euch ?   außen und innen.
Hersteller von Kühltransporter sollten so was haben .

Umbau , da würde ich eher 10-20 Min anstreben

Gruß Rudi
ISUZU DMax 2,5 l , 163 PS mit BiMobil 220 Selbstausbau
seit 1988 Pick up / seit 1989 mit Kabine

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2 Wochen 14 Stunden her #4 von Chris_75
Chris_75 antwortete auf Moin, Moin aus Argentinien!
Moin!
Danke für die
Ich hab einen Hersteller von Kühl-LKWs an der Hand (in Salta Capital, also "nur" 250km weit weg) der einen 8m langen Vakuumtisch hat.
Grundidee: 2mm GFK - 30 oder 40 mm Isolation - 3 mm Sperrholz.
GFK gibt es hier, das nutzen die für die LKWs. Die Isolation muss ich noch checken, ich bekomme EPS Platten (30kg/m3) ohne Probleme. Ich weiss, dass das nicht ideal ist weil die wohl Wasser ziehen - aber ich bin mir noch nicht sicher, ob ich was besseres zu einem halbwegs akzeptablen Preis bekomme. Da bin ich gerade dran.

Der Auf- und Abbau soll auf dem Hof über Seilwinde erfolgen. Also muss der ganze Kasten verwindungssteif sein.

Wie ist das generelle Vorgehen in diesem Forum? Sollte ich besser direkt einen Post eröffnen um über die baulichen Details zu diskutieren? Vielleicht interessiert das ja auch andere

Gruss!

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2 Wochen 14 Stunden her #5 von Chris_75
Chris_75 antwortete auf Moin, Moin aus Argentinien!
Moin und Danke für die
Ich weiss nicht, ob ich GFK Winkel bekomme. GFK-Laminat (in Platten oder Rollen) in 1-3mm auf jeden Fall. Das Auf- und Abstellen soll per Seilwinde (von oben) auf dem Hof erfolgen. Vielleicht irgendwann mal per Hubstützen?!?!
Nur Verkleben, ohne Aussengestell, macht mir noch ein wenig Kopfschmerzen auf Grund von Null Erfahrung - vor allem wegen dem geplanten Alkoven. Ich hab Sorgen wegen der Verwindungsfestigkeit und dem Hubdach.
Vielleicht besser einen neuen Post starten und da Details diskutieren?
Vielen dank auf jeden Fall!

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2 Wochen 14 Stunden her #6 von BiMobil
BiMobil antwortete auf Moin, Moin aus Argentinien!

Vielleicht besser einen neuen Post starten und da Details diskutieren?
Vielen dank auf jeden Fall!
Genau , ist besser

Gruß Rudi
ISUZU DMax 2,5 l , 163 PS mit BiMobil 220 Selbstausbau
seit 1988 Pick up / seit 1989 mit Kabine
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2 Wochen 13 Stunden her #7 von holger4x4
holger4x4 antwortete auf Moin, Moin aus Argentinien!
Meine beiden Kabinen mit Alkoven waren auch "nur" aus Sadwichplatten verklebt. Die Seitenwände tragen den Alkoven. Außen würde ich 1,5mm GFK machen, sonst wird das zu schwer.
Wenn du mal Stützen dranmachen willst, musst du das vorher einplanen und Verstärkungen ins Sandwich einkleben. Nachträglich wird das nix.

Gruß, Holger
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2 Wochen 10 Stunden her #8 von Tangente
Tangente antwortete auf Moin, Moin aus Argentinien!
Hallo Christoph!
Willkommen an Bord bei den (Kabinen-)-Verrückten!
Ich halte die Daumen für Dein Projekt!
Grüße aus der Steiermark
Gerhard

1964 Kleines Zelt > großes Zelt > T2 > Pause nach Start in die Selbständigkeit > Zeltanhänger > Nordstar 6L > Nordstar Camp compact > Geo Camper auf D Max 1 1/2 # PU seit 1998, Kabine seit 1999 # 46 Länder - 4 Kontinente (nicht nur mit Kabine)
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2 Wochen 5 Stunden her #9 von Cruisinado
Cruisinado antwortete auf Moin, Moin aus Argentinien!
Moin und 
herzlichen Dank für die sagenhafte Vorstellung!
Hast Fernweh getriggert... 

Viel Spaß und Hilfe hier im Forum,
und viel Erfolg für Dein Vorhaben (von dem Du gern regelmäßig berichten darfst...  ),
die Cruisinados

Chevrolet Silverado 2500 HD 6.0 V8 von 2001
Hardwall-Wohnkabine (Northstar Liberty)
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