Topic-icon Frage Luftfederung, Offroad, perforierte Bälge

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2 Jahre 11 Monate her - 2 Jahre 11 Monate her #1 von bb
bb erstellte das Thema Luftfederung, Offroad, perforierte Bälge
Zusätzliche Luftfederungen an der Hinterachse sind ja sehr beliebt, weil man damit einfach und preisgünstig den Pickup an die reale Belastung anpassen kann. Allerdings hatte ich immer einige Zweifel und Befürchtungen, was die Haltbarkeit im Offroad Betrieb angeht.
Auf einem Treffen kam ich vor kurzem mit einem Fahrzeugtechniker ins Gespräch, der bei einer großen Berufsfeuerwehr arbeitet und für den Fahrzeugservice zuständig ist. Er erzählte, dass sie bei ihren Fahrzeugen immer wieder die Luftbälge austauschen müssen wegen Undichtigkeiten. Diese entstehen, wenn sich Steine zwischen die Gummiwülste setzen und dann beim starken Einfedern das Gummi durchstoßen. Das kann durchaus auch erst Wochen nach einem Einsatz oder nach einer Fahrt über Split und Schotter passieren, wenn eingeklemmte Steinchen beim nächsten starken Einfedern auf verworfenem Untergrund oder starken Verschwenkungen den letzten Schubs bekommen und dann das Gummi perforieren..
Er gab mir als Tipps:
1. Nach Offroad Nutzung aber auch nach Fahrten auf Schotter nach Steinchen schauen, die sich an den Bälgen festgesetzt haben und
2. Mitnahme eines passenden Ersatzbalges für den Ernstfall, damit man auch pünktlich aus dem Urlaub wieder zurück kommt.
3. Beim nächsten Reifenwechsel einfach mal genau nachsehen, wo und wie die Halterungen der Luftfeder verschraubt sind und wie stark die Schrauben/Muttern von Dreck und Rost befallen sind, damit man im Ernstfall bein Wechsel nicht ganz so dumm dasteht.
Ich nehme schließlich auch ein Reserverad, Ersatzsicherungen, Basiswerkzeug und andere übliche Ersatzteile mit.
Gerade bei schweren Kabinen auf Pickups erscheint mir der Rat sehr vernünftig.
Möglicherweise kann im Ernstfall auch ein einfaches Reparaturset nützlich sein, damit habe ich in Australien einen Reifen für ein paar 100km wieder flott bekommen: nakatanenga-tours.de/.media/037187407171.png

Gruß, Bernhard

2001 bis 2011: Toyota HZJ79 mit Innovation Campers Kabine - Eigenausbau
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2 Jahre 11 Monate her #2 von Nobbi
Nobbi antwortete auf das Thema: Re:Luftfederung, Offroad, perforierte Bälge
Danke für den Tipp, werde da öfters mal nachschauen

Amarok SC mit husky 270

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2 Jahre 11 Monate her #3 von Tangente
Tangente antwortete auf das Thema: Re:Luftfederung, Offroad, perforierte Bälge
Hi Bernhard!
Danke für den Tipp.
Habe zwar immer ein Reifenset im Auto :lol: , hätte aber wahrscheinlioch bei einem kaputten Balg nicht daran gedacht :shock: .
Grüße Gerhard

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2 Jahre 11 Monate her #4 von manfred65
manfred65 antwortete auf das Thema: Luftfederung, Offroad, perforierte Bälge
Nur mal als Denkanstoß:
In den grossen LKW werden gewöhnlich Lutfedrungen mit sogen. Rollbälgen verbaut.
Diese werden auf Alutöpfe aufgesetzt. ( Die Teile sehen, vereinfacht gesagt wie ein Pilz aus) Der Rollbalg wird dann bereits bei der Montage etwas über den Rand gewalkt. Vielleicht ist Euch beim Hinterherfahren schon mal aufgefallen dass es am LKW aussieht als würde das Teil unter dem Luftbalg beim einfedern immer tief in diesen eindringen. Das ist das "(Ab-)Rollen" von dem die Bezeichnung kommt.
Diese Bälge können enorme Lasten aufnehmen, haben dabei aber den Nachteil das im Gelände, insbesondere bei Wasserdurchfahrten oder in tiefem Sand hier Festkörper dazwischen kommen können die dann, wie von bb beschrieben, zerstörerische Wirkung haben können. .

Nachrüstluftfederungen arbeiten nicht mit Rollbälgen und sollten da nicht ganz so empfindlich sein.

Um Sicher zu gehen könnte man nach entsprechenden Einsätzen den Druck erhöhen und den voll aufgepumpten Federbalg grob reinjgen.

Gruß
Viola und Manfred

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2 Jahre 11 Monate her #5 von bb
bb antwortete auf das Thema: Luftfederung, Offroad, perforierte Bälge
Manfred,
da hast du sicher recht. Ich wollte auch keine Panik verbreiten, sondern die Info einfach nur weitergeben.
Ich habe dann mal die Luft abgelassen und bin mit einem Rad eine Rampe hoch gefahren., um zu sehen, wie nahe sich die beiden Wulste kommen können. Möglich ist es und wenn ich überlege, wo ich schon überall hochgeschleuderte Steinchen gefunden habe, ist es auch nicht völlig unwahrscheinlich, dass genau da mal was hängenbleibt.
Ich habe mit meiner leichten Kabine nur 2 bis 2,5 Bar im Fahrbetrieb. Wenn da ein Rad stark einfedert, während das andere in ein Schlagloch auf dem Weg fällt, ist das Risiko auf jeden Fall real.

Druck nach dem Einsatz erhöhen und Balg reinigen ist genau das richtige Verfahren. Zumindest ein Reparaturset ist aber auch eine Rückversicherung. Ich denke, damit würde sich ein Balg über eine Zeit wieder verschließen lassen. Ein Kompressor muss dann allerdings auch verfügbar sein, aber den haben die meisten ja vermutlich dabei.

Was das Reparaturset angeht: Auch da empfehle ich, einfach mal bei einem alten, abgefahrenen Reifen zu üben, bevor man "in the wild" darauf angewiesen ist. Vielleicht wäre es auf einem Treffen ja auch mal eine nette Sache, typische "Buschreparaturen" auszuprobieren, die auch an unseren modernen PUs noch möglich und sinnvoll sind. Das könnte beim Radwechsel und Loch in Reifen oder Schläuchen stopfen anfangen und über diverse weitere Stufen (Luftfilter, Dieselfilter, Schläuche, Motorgeräusche abhören, Lima messen, Bindedraht universell einsetzen, ....) bis zum Auslesen und Zurücksetzen des Fehlerspeichers gehen.

Gruß. Bernhard

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2 Jahre 11 Monate her #6 von manfred65
manfred65 antwortete auf das Thema: Luftfederung, Offroad, perforierte Bälge
Hallo Bernhard,
ich wollte auchnur den konstruktiven Unterschied erläutern....

Ich habe sowas zwar nicht, aber die Version "Reparaturset" inteessiert mich doch.
Das bekannte Reifenreparaturset dürfte mangels Gummidicke am Luftbalg wohl zumindest zweifelhaft in der Wirkung sein. Wieviel Druck packen aufvulkanisierte Flicken ( Fahrradreparaturset??). Bis 2 oder 2,5 bar sollten die vielleicht auch funktionieren.
So ein "Reparaturworkshop" wäre schon mal eine Idee......

Gruß
Viola und Manfred

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2 Jahre 11 Monate her #7 von Holger4x4
Holger4x4 antwortete auf das Thema: Luftfederung, Offroad, perforierte Bälge
Ich weiß nicht, ob so ein Reparaturset überhaupt beim Luftfederbalg funktioniert :hmm:
Beim Reifen klappt das ja nur , weil das Zeug durch die Drehbewegung verteilt wird und dann zum Loch kommt. Beim Balg wird das schwierig und vermutlich nur funktionieren wenn das Loch irgendwo unten ist.

Gruß, Holger
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2 Jahre 11 Monate her - 2 Jahre 11 Monate her #8 von bb
bb antwortete auf das Thema: Luftfederung, Offroad, perforierte Bälge
Hi Holger,
ich meine die Rep- Streifen, die nach Benetzung mit einer Vulkanisierflüssigkeit mit Hilfe einer Nadel in das Loch eingeführt werden, verschließen und vulkanisieren. Bei kleinen Löchern in der Lauffläche eines Reifens funktioniert das. Schnitte an der Flanke lassen sich damit nicht reparieren. Ob es bei dem relativ dünnen Gummi eines Luftbalgs klappt, weiß ich nicht.
Die Flüssigkeiten von Rep-Sets, die oft mit einem kleinen Kompressor statt Ersatzrad verkauft werden, können im Luftbalg nicht funktionieren und sind außerdem eine rissige Sauerei, wenn der Reifen dann beim Reparaturdienst wieder von der Felge genommen wird. Ich weiß gar nicht, ob bei einem so behandelten Reifen noch eine normale Reparatur möglich ist.

Hier hat mal jemand sehr umfangreich dokumentiert, wie das funktioniert:


Gruß, Bernhard

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2 Jahre 11 Monate her #9 von Tannengrün
Tannengrün antwortete auf das Thema: Luftfederung, Offroad, perforierte Bälge
Hallo,

wir hatten im VW Taro genau solche Rollbälge als Zusatzluftfeder verbaut, 1991 bei Linnepe in Gevelsberg montiert.
Wir hatten nie Probleme mit den Rollbälgen, auch nicht auf schnell gefahrenen Schotterstraßen in N und S, wir sind sogar mal in der Annahme es hätte geregnet in frischen Flüssigteer gefahren und bis wir das merkten war eh alles zu spät, zuhause habe ich ein Dutzend Dosen Teerentferner gebraucht aber sonst kein Problem.
Auf der letzten großen Tour mit dem Taro, es war zur Zeit der WM in Deutschland und standen an einem Platz der schwed. höga Küsten, verreckte uns nach über 15 Jahren ein Luftbalg, alle Versuche diesen nach akribischer Reinigung mit Fahrradflickzeug zu reparieren scheiterten, ja auch aufrauen mit Sandpapier half nichts:-)
Der Taro hatte zu dem Zeitpunkt 296Tkm mit den Rollbälgen gelaufen, auf dem Heimweg wurden beide Bälge zu einem fairen Preis von Linnepe gewechselt. Fahren ohne Luft in den Bälgen ging ja, dank originaler Blattfeder eben etwas tiefer.
Das geht bei unserem T5 nicht mehr, denn die Spiralfedern sind ja weg.
Einen Luftbalg auf Reserve wäre eine feine Sache, was kostet so ein einzelner Balg?

Gruß Tannengrün

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2 Jahre 11 Monate her #10 von Bearded-Colliefan
Bearded-Colliefan antwortete auf das Thema: Re:Luftfederung, Offroad, perforierte Bälge
Weils gerade so schön passt. Ich habe einen nagelneuen LuftbLg von Goldschmitt noch hier liegen. Rechnung hab ich natürlich auch noch zwecks Garantie. Den hatte ichmir vorsorglich schon bestellt als ich meine Luftfeder vom alten PU im neuen wechselte und ich dabei diesen rostigen Stahlreifen in der mitte des Balgs gesehen hatte. Der hält immer noch und daher war ein Wechsel nicht nötig. Nun habe ich mir was anderes bestellt und wird nach den Urlaub eingebaut. Wer Interesse hat über Pn und über den Preis wird man sich schon einig.


Gruß OliverManuelaJoyceSandy

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