Topic-icon Frage Dichtigkeitsprüfung bei der Wohnkabine - Was wird da eigentlich gemacht?

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6 Tage 1 Stunde her #21 von Jens Heidrich

HelmiHH schrieb: Mal ne Frage zu den Messgeräten, können die Feuchtigkeit hinter der Verkleidung oder unter dem Boden messen ?


Ja, die messen Feuchtigkeit auch hinter 10mm trockenem Holz oder unter einem Kunststoffboden. Nur bei Metall haben die keinen "Durchblick".

Lieben Gruß,

Jens

"An dem Tag, an dem Du denkst Du kannst nicht mehr besser werden, fängst Du an immer den gleichen Song zu spielen." David Bowie (1947-2016)


Jens Heidrich ist Generalimporteur für Wohnkabinen der Marke Four Wheel Campers und Markeninhaber von Nordstar und Camp-Crown Wohnkabinen.
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6 Tage 59 Minuten her #22 von Jens Heidrich

BiMobil schrieb: Heißt das dann im Umkehrschluss das bei der Mono auch jede Menge Holz verbaut wurde was man prüfen sollte .

Wenn kein Holz drin ist dann seh ich den Sinn einer Prüfung nicht .


Lieber Rudi,

es braucht nicht jede Menge Holz um Schäden zu verursachen. Schau mal hier: www.boot.de/de/Besucher/Themenwelten/Boo...nter/Osmosesanierung

Natürlich ist eine Wohnkabine (in der Regel) nicht so viel unter Wasser wie ein Bootsrumpf, doch auch bei GFK kann eingedrungenes Wasser für Schäden sorgen. So kann sich zum Beispiel zwischen GFK und Isolator gelaufenes Wasser bei Frost zu Eis verwandeln und durch Expansion die Verklebung absprengen.

Außerdem kann Wasser, das zwar nicht in die Wand selber aber durch eine Fensterleibung hinter die Möbel läuft, dort für quellendes Holz oder Schimmel sorgen.

GFK Kabinen aus den USA sind übrigens so aufgebaut, dass eine hauchdünne GFK Schicht auf eine Sperrholzplatte als Trägerschicht geklebt wird. Hier ist Feuchtigkeit besonders unangenehm.

Lieben Gruß,

Jens

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5 Tage 21 Stunden her - 5 Tage 21 Stunden her #23 von Hendrik
@Ulf:

Vorsicht Hendrik
In diesem Forum ganz dünnes Eis.



Bei Giovannino Guareschi heißt es dann immer: Don Camollo breitet die Arme aus. :mrgreen:

Amarok und Tischer 220
Letzte Änderung: 5 Tage 21 Stunden her von Hendrik.

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5 Tage 20 Stunden her #24 von Buraq4x4

Jens Heidrich schrieb: ACHTUNG: Tödlich für den Holzboden wäre eine Behandlung mit einem nicht atmungsaktiven Dichtstoff, wie z.B. Unterbodenschutz für KFZ. Auch ein Bitumenanstrich wäre desaströs. Dann kann eventuell eingetragene Feuchtigkeit nicht mehr abtrockenen und das Holz fault.


Hallo Jens!

Das ist interessant und die Info kommt gerade zur rechten Zeit, da ich vorhabe, den Holzboden unserer Tischer Box 240 (Baujahr 2010) zu pflegen / anzustreichen, bevor es wieder für gut 1 Jahr nach Afrika geht.

Was kann / sollte man auf den Holzboden auftragen, wenn die schwarze Beschichtung des Bodens schon ein bisschen heruntergekommen aussieht? Welches Produkt benutzt ihr dafür?

Viele Grüße

Ralf

Viele Grüße, Ralf
Toyota Hilux Xtra Cab D-4D mit Tischer Box 240

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5 Tage 19 Stunden her #25 von manfred65

Gruß
Viola und Manfred

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www.wohnkabinen-forum.de/index.php/forum...co-popup-renovierung

Importeur für BundutecUSA-Wohnkabinen (Popup, Hardwall und Flatbed) und Travel Lite.
PN bitte besser als E-Mail über unsere Webseite schreiben!
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5 Tage 16 Stunden her #26 von partisan

Jens Heidrich schrieb:

HelmiHH schrieb: Mal ne Frage zu den Messgeräten, können die Feuchtigkeit hinter der Verkleidung oder unter dem Boden messen ?


Ja, die messen Feuchtigkeit auch hinter 10mm trockenem Holz oder unter einem Kunststoffboden. Nur bei Metall haben die keinen "Durchblick".

Lieben Gruß,

Jens


Finde ich sehr spannend und interessant. Dielektrizitätskonstantenmessungen basieren auf der relativen Permittivität. Wenn ihr damit hinter dem Holz oder unter Kunststoffböden die Feuchtigkeit bestimmen könnt, wäre ich für eine genaue Beschreibung sehr dankbar. Es wäre mir zunächst wichtig zu erfahren, wie ihr die Materialkombinationen, fehlende Kontaktbereiche respektive Hohlräume in die Berechnung einbezieht. Wir forschen im Rahmen verschiedener Projekte mit einigen namhaften Instituten seit Jahren am Erzielen belastbarer Ergebnisse, was bisher leider noch nicht gelungen ist. Schön, wenn man sich da mal austauschen könnte.

Amarok 3.0 + Eigenbaualuwohndose
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5 Tage 16 Stunden her #27 von holger4x4
Nun von der Physik her ist das einfach ein kapazitives Messverfahren. Diese Messgeräte kannst du überall kaufen, das ist nix Nordstar spezifisches. Die Kapazität verändert sich halt durch die Feuchtigkeit im Holz, und je weiter weg, desdo geringer der Effekt. Und ein Alublech schirmt das zu 100% ab, da kann man nichts mehr hinter messen.

Gruß, Holger
Nissan Navara SE
Bilder meiner alten Kabine: Bilder hier , und die Ausbaudokumentation der aktuellen Kabine hier
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5 Tage 15 Stunden her #28 von mingelopa

Pick-up Camper unterwegs schrieb: 8 Wochen später habe ich die Kabine abgesetzt weil ich den Amarok solo gebraucht habe. Der vordere Teil vom Kabinenboden war noch immer klatsch-nass. Dort lag er schön flächig auf der XPS Platte auf und konnte nicht trocknen.


Ich ziehe daraus den Schluß, dass Wohnkabinen mit Holzböden für meinen Gebrauch völlig ungeeignet wären. Meine Kabine steht > 50 Wochen vollflächig auf XPS-Platten und LaSi-Matte. Dem GFK am Boden ist es egal.

Cheers Michael
[tʃɪəz] [ˈmaɪkəl]

Es ist schwieriger, eine vorgefaßte Meinung zu zertrümmern als ein Atom. (Albert Einstein)

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5 Tage 8 Stunden her #29 von Lender
Kapazitive Sensoren kommen auch oft als Füllstand-sensoren (Pegel erreicht oder nicht erreicht) zum Einsatz. Dies, da sie eben durch verschiedene Materialien hindurch den Füllstand verschiedner Flüssigkeiten bestimmen können. Allerdings müssen diese meist angelernt werden, da bereits der Behälter eine Änderung der Kapazität hervorruft. Als Faustregel gilt Reichweite=Durchmesser des Sensorkopfes.

Die Feuchtigkeitsmessgeräte werden einfach den absoluten Wert ausspucken. Die menschliche Auswertung wird auf Erfahrungswerten beruhen.
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5 Tage 7 Stunden her - 5 Tage 6 Stunden her #30 von Pick-up Camper unterwegs
Soweit ich bei der Messung aufgepasst habe, kommt es bei der Messung nicht auf absolute Werte an. Es wird die komplette Kabine ausgemessen, fallen dann einzelne Ecken durch erhöhte Werte auf, so ist dort davon auszugehen, dass Feuchtigkeit im Spiel ist.

Habe ich z.B. überall Werte zwischen 15 und 20, im Bereich der Stützenaufnahme vorn rechts aber einen Wert von 65, so wird angenommen, dass dort etwas nicht stimmt.

Es wird im großen und ganzen nach "Ausreißern" gesucht.

:cab: VW Amarok - Nordstar Eco180
................................................................................. :guckhier: www.pickupcamperunterwegs.de

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5 Tage 6 Stunden her #31 von Jens Heidrich

partisan schrieb:
Finde ich sehr spannend und interessant. Dielektrizitätskonstantenmessungen basieren auf der relativen Permittivität. Wenn ihr damit hinter dem Holz oder unter Kunststoffböden die Feuchtigkeit bestimmen könnt, wäre ich für eine genaue Beschreibung sehr dankbar. Es wäre mir zunächst wichtig zu erfahren, wie ihr die Materialkombinationen, fehlende Kontaktbereiche respektive Hohlräume in die Berechnung einbezieht. Wir forschen im Rahmen verschiedener Projekte mit einigen namhaften Instituten seit Jahren am Erzielen belastbarer Ergebnisse, was bisher leider noch nicht gelungen ist. Schön, wenn man sich da mal austauschen könnte.


Du, dass ist Verhältnismäßig einfach zu bewerkstelligen. Wir haben Vergleichsmesswerte aus der Erfahrung mit vielen 100 Dichtigkeitsprüfungen. Die Messung stellt immer einen relativen Vergleich zwischen ähnlichen Bereichen her. Zeigt das Gerät zum Beispiel in einem bestimmten Wandbereich sonst immer einen Wert um 30, und ist dieser in einer einzelnen Kabine an der gleichen Stelle plötzlich auf 95, dann gilt es den Grund dafür zu suchen. "Dielektrizitätskonstantenmessungen basieren auf der relativen Permittivität" ist viel zu wissenschaftlich. "Immer 25 und hier nun 95, warum?" ist eine ganz einfache Nummer.
Wenn das ganze Dach aus einer identischen Sandwichplatte besteht, dann sollten alle Werte auch gleich sein. Wenn dann aber links neben der Dachluke die Platte plötzlich andere Messwerte bringt als rechts, dann ist die Vermutung naheliegend, dass hier Feuchtigkeit die Ursache ist. Oder es ist ein Kabel dort unter dem Sperrholz verlegt. Das ergibt aber einen anderen Ausschlag als ein flächiger Eintrag von Feuchtigkeit.

Mir war nicht klar, dass zum Thema Dichtigkeitsprüfung so viele Dinge unklar waren. Gut, dass wir dieses Thema mal auf dem Tisch haben.

Lieben Gruß,

Jens

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5 Tage 6 Stunden her #32 von Sonniger Süden
Ich habe mir aus gegebenem Anlass nochmal den Beitrag von Tommy rausgesucht: Nordstar, Stützenaufnahme verbessern, Feuchtigkeit lokalisieren, Kabine abdichten
...und mich nochmals bei Dir dafür bedanken Tommy: Prädikat besonders wertvoll :top:

Grüße Olaf
Seit 1971 auf Reisen, mehr als 30 Länder, und fast ebenso viele Inseln, 3 Kontinente
Anfangs m. Rucksack, dann Fahrrad, Motorrad, Pferd & Wagen (Eigenbau), Citroen Ami 6 (Kombi Camping), Käfer m. Zelt, Bully Campingbus, Mercedes L 206 Camp.bus, Peugeot 504 Familiale (Kombi Camp.), Volvo 760 (Kombi Camp.), derzeit Nissan Navara m. Camp 8S

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5 Tage 6 Stunden her #33 von Jens Heidrich
Gemäß der hier angesprochenen Punkte habe ich gestern in einem Team Meeting mit unserem Werkstatt-Team und dem Service-Team das Thema Dichtigkeitsprüfung und deren Ausführung nochmal im Detail erläutert und besprochen. Dabei wurde auch die besondere Wichtigkeit der Umsetzung aller hier im ersten Posting genannten Punkte verdeutlicht.
Vieles ist für die Profis wirklich „im Vorbeigehen“ zu erkennen. Dazu gehören zum Beispiel verbogene Kantenleisten, Beulen in der Außenhaut, Korrosion im Alublech und so weiter.
Die Dachbeschau wurde in der Tat nicht in jedem Fall ausgeführt, ist aber nun für die Zukunft fester Bestandteil bei JEDEM Monteur. Zwar würde im Dachbereich eindringende Feuchtigkeit auch beim Messverfahren auffallen, aber die Dachbeschau ist ja dazu da, mögliche Ursachen für eindringende Feuchtigkeit zu erkennen und zu beheben, bevor es zum Eintritt von Feuchtigkeit kommt. Dort würden dann auch bei alten Kabinen z.B. durch die Sonne versprödende Dachhauben auffallen.

Eine Bitte kam noch von den Kollegen aus dem Werkstattteam: Auch wenn es mal bei einer Kabine zu Undichtigkeiten kommt, nehmt bitte auf KEINEN Fall Silikon als Dichtmittel zur Notreparatur. Der Aufwand diese Flächen danach wieder für andere Kleber „haftbar“ zu machen ist vermeidbar hoch.

Ich danke Euch allen hier, dass Ihr mit Eurem Wissen und Input dafür gesorgt habt, dass wir unsere Servicequalität für die Zukunft noch weiter verbessern können.
Das passt zu David Bowies Satz in meiner Signatur.

Lieben Gruß,
Jens

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  • Stehen gerne unabhaengig in Freier Natur...
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4 Tage 2 Stunden her #34 von Lehmann
Vielen Dank fuer die ausführliche Information!
Stefan

Dodge Ram 2500 mit kleinem Dieselchen, und Kabinchen der Fa. Tischer, 290CS, einem "Tanzsaal" wie manchesmal gesagt wird.
Reisende sind meine Wenigkeit, das Frauchen, und unsere Hundis, einem Samojeden und einer Wolfsspitzin.

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